Biografie

Heidrun Holtmann, in Münster geboren, begann im Alter von vier Jahren Klavierunterricht zu nehmen. Als Neunjährige wurde sie in die Klavier­klasse von Prof. Renate Kretschmar-Fischer an der Musikhochschule Detmold aufgenommen, wo sie ihre Künstlerische Reifeprüfung „summa cum laude“ bestand und ihre Ausbildung „mit Auszeichnung“ abschloss.

Heidrun Holtmann war mehrfach Preisträgerin nationaler und inter­nationaler Wettbewerbe. Sie gewann 1979 den 2. Preis ex aequo und 1982 den 1. Preis beim „Concours Géza Anda“ in Zürich und konnte binnen weniger Jahre Publikum und Kritiker überzeugen. Engagements mit Dirigenten wie Antal Doráti, Iván Fischer und David Zinman folgten, und sie musizierte mit dem Royal Philharmonic Orchestra London, dem Detroit Symphony Orchestra und dem Tonhalle-Orchester Zürich ebenso wie mit zahlreichen anderen Sinfonie- und Kammerorchestern in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland.

Heidrun Holtmann ist regelmäßig Gast bei internationalen Festivals, darunter in Salzburg, Paris, Barcelona, Brescia/Bergamo, Stresa, Luzern, Berlin, dem Klavier-Festival-Ruhr, MDR- Musiksommer, Schleswig-Holstein Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Klavierfestival Athen und Istanbul sowie bei Kammermusikfestivals in Lockenhaus, Kuhmo, Prussia Cove und St. Moritz. Ihre Tourneen führten sie durch ganz Europa, Japan, Taiwan, Süd- und Südostasien, die USA, Kanada und Südamerika.

Bedeutende europäische Rundfunk- und Fernsehanstalten arbeiteten häufig mit ihr. So drehte z. B. das NDR-Fernsehen für die ARD ein Künstlerportrait und engagierte sie für ein Fernsehkonzert. (Chopin's Klavierkonzert e-moll mit dem NDR-Sinfonieorchester und Klauspeter Seibel). Zwei frühe Mozart-Klavierkonzerte nahm sie mit dem Orchestra della Svizzera Italiana unter der Leitung von Marc Andreae für RTSI-TV und DVD auf.

Ihre Diskographie enthält die Gesamteinspielung der Werke für Klavier und Orchester von Robert Schumann (Deutsches-Symphonie-Orchester Berlin und Stefan Soltesz) sowie mehrere Solo-CDs, die ein weitgespanntes Repertoire von Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Chopin, Debussy, Skrjabin bis zu Martin und Holliger umfassen. Zuletzt veröffent­lichte sie eine 2CD mit Nachtstücken von Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts.

Ihr verstärktes Engagement für Musik unserer Zeit z. B. im Rahmen ihres Programmkonzeptes „Musik als Ausdruck von Freiheit“ führte u. a. zur Uraufführung des Klavierkonzertes von Tzvi Avni mit den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Benjamin Shwartz.